Vorwort

Mai 1992: Eine Reise-Erzählung in 18 Tagen

Teilnehmer: Kawasaki  Z 650, Baujahr 1977 (Ein Motorrad)
Donnerhuf der Erste, Baujahr 1953 (Der Fahrer)
(Auf dieser Reise bin ich zu meinem Spitznamen Donnerhuf gekommen, der mein "Markenzeichen" wurde!)

Hier die Übersicht, wo Korsika überhaupt liegt, und wie ich - ganz grob zunächst - hingefunden habe und wieder zurück gefahren bin:

Reiseroute

Hier weitere Informationen über diese zauberhafte Insel:

Infos Korsika

 

Leseprobe Korsika

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Die Abreise hat sich verzögert, weil der Bursche viel zu viel getrödelt hat. Die letzten Einpackarbeiten finden erst morgens statt, und die Aufpackerei aufs Motorrad braucht auch erst einige Versuche, bis alles so stimmt, wie ich's haben will.
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Auf gleicher Höhe sehe ich schneebedeckte Gipfel hinter dem Genfer See in der untergehenden Sonne glitzern, ich schätze, dass ich jetzt so um die 1.000-Meter-Marke fahre. Runter nach Lausanne wird’s wieder etwas wärmer, die knappen 10° Celsius wärmen mich schon fast etwas auf... Immerhin hab ich nix anderes an als die Lederklamotten mit dem leichten Thermo-Unterzeug. Und da drunter nur ein T-Shirt... Mehr kann ich nicht drunterziehen unter der engen Lederkombi... Blöd durchdacht, das Ganze!
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Supersaugute Strecke, nie war Kurvenfahren schöner! Ich werde jetzt so richtig fahrwarm, die nächste Kurve wird schon besser genommen als die vorige, und so weiter - bis ich mich selber ermahnen muss, dass eigentlich keine Verfolger hinter mir sind, die mir meinen Sieg hinauf zum Col gefährden könnten... Von innen ob des Fahrrausches wärmer, aber von außen kälter, gerate ich in immer höhere Regionen.
Und dann die Überraschung des Tages: Kurz vor der Schneegrenze hinter Valloire steht ein ganz hübsches Schild mit der Aufschrift: Col fermé.
Oh.
Wie? Zu? Pass geschlossen? Mist. Doppelmist!
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Manchmal ging ich mit mir selber durch und brüllte unter meinem Helm so was wie "Das gibt's doch nicht! Saustark!" oder ähnliches Zeug, meine Begeisterung war fast grenzenlos. Und mein Gefühlsleben spielte Achterbahn: War das jetzt herrlicher als das vorhin? Was erwartet mich hinter der nächsten Biegung? - Und weit und breit kein Mensch, nur pure, fantastische Natur.
Ich fühlte mich wundervoll: so frei, so beschwingt; die Gerüche brachten meinen Verstand durcheinander, meine Augen konnten sich nicht satt genug sehen; mein komplettes Ich sog die Natur rings um mich förmlich in mich hinein, ich war vollkommen erfüllt von@C@C<74C`C@`Cglich ist. Ich war einfach glücklich!
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Ich hab gefroren wie ein Schneider, als ich das Inselchen vor dem Cap fotografierte, und ich hoffte bloß, dass die Aufnahme nicht verwackelt. Das Wasser stand mir unter dem Nierengurt, das Leder quietschte, mein Halstuch war ein einziger Wasserspeicher, unter dem Leder hatte ich nur ein T-Shirt an – kurzum, recht ungemütlich. Das Regenzeug hatte ich natürlich nicht mitgenommen, wozu auch; es war ja schön, als ich wegfuhr. Blödmann.
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...Ich weiß nur noch, dass ich so schnell wie möglich Asphalt hinter mir lassen wollte, weil die Schmerzen mich bald verrückt machten... Ich hatte in den wenigen Pausen, die ich einlegen musste, nicht einmal mehr die Kraft und die Lust, meine Strecke auf der Karte einzuzeichnen.
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Donnerstag, 14.5.92: 1. Tag

Die Route des ersten Tages

Freitag, 15.5.92: 2. Tag

Die Strecke dieses Tages

 

Samstag, 16.5.92: 3. Tag

Fahrtroute Tag 3

 

Sonntag, 17.5.92: 4. Tag

Tour rund um Nizza und Monaco

 

Montag, 18.5.92: 5. Tag

Strecke des ersten Tages auf Korsika

 

Drei Tage ...

... wegen Regen nur auf oder in der Nähe des Zeltplatzes verbracht!

 

Samstag, 23.5.92: 10. Tag

Erholungstag

 

Sonntag, 24.5.92: 11. Tag

Die Route des zweiten Ausfluges:

 

Montag, 25.5.92: 12. Tag

Teil 1 der Zweitagestour

 

Dienstag, 26.5.92: 13. Tag

Route 2 der Zweitagestour

 

Mittwoch, 27.5.92: 14. Tag

Die Abschiedsfahrt

 

Donnerstag, 28.5.92: 15. Tag

Nach einer letztenNacht auf einem Zeltplatz Korsikas:

 

Freitag, 29.5.92: 16. Tag

Die Strecke von Tag 16 und 17:

 

Samstag, 30.5.92: 17. Tag

Fahrt durch die Schweiz

 

Sonntag, 31.5.92: 18. Tag

Am Ende bleibt nur noch die Freude, eine solche Schönheit kennen gelernt zu haben.

Ich liebe dich, Korsika.

Und ich liebe auch alles andere auf dieser Reise, trotz Regen, Schmerzen und manch anderen Strapazen.

Für dich, Korsika, würde ich das alles noch mal auf mich nehmen.

Aber bei schönerem Wetter, bitte.

P.S.: Da ich mich völlig verschätzt hatte mit der Rückfahrt, konnte ich mich nur ein paar Stunden erholen: Am nächsten Tag musste ich wieder zur Arbeit!