

Hufi am Tag vor der Abreise, beim Zusammenlegen des
Badetuches

Dora beim Vorbräunen am heimischen Badeweiher
(1)
Karfreitag,
28.3.1986
Trübes Wetter, aber bombige Laune!
Die Rucksäcke hatten wir im Kofferraum verstaut, jeder wog fast
haargenau 17 Kilo – wir hatten ja vor, auch noch etwas mit zu bringen,
und wollten dabei das uns selbst auferlegte "zulässige Höchstgewicht"
von 21 Kilogramm nicht überschreiten. Dazu kam noch eine Menge an
Proviant, der bis Chiasso (halb Schweiz, halb italienisch) reichen
sollte; dort wollten wir ja in den Zug umsteigen und bis nach Sizilien
fahren.
In Chiasso, auf der schweizer Seite natürlich, weil
die uns sicherer erschien, haben wir so gegen 18 Uhr einen
guten Parkplatz für unser Vehikel gefunden: direkt
an einer Hauptstrasse; das scheint uns ziemlich sicher vor
Auto-Räubern und ähnlichem Gesindel.
Vorsichtshalber ziehe ich noch irgendwelche Stecker aus irgendwelchen
Kabeln im Motorraum, und zusätzlich verstecke ich den Deckel des
Zündverteilers im Kofferraum; hoffentlich krieg' ich's wieder
zusammen, wenn wir wieder hier sind und das Autolein noch steht. Also:
Rucksäcke aufgepackt und ab zu den Zügen!
...
Knallvoll besetzt, die Wagen scheinen sich unter dem Gewicht der
Menschen nach außen zu biegen, und die Menschen drinnen biegen sich, so
gut es geht, um auf den Korridoren wenigstens halbwegs vernünftig
stehen zu können. Einige Glückliche haben sich sogar so viel Platz
verschafft, dass sie sich auf einen Koffer setzen können... Die
Überglücklichen sitzen natürlich in reservierten Abteilen!
Wir finden ein recht "gemütliches" Stehplätzchen bei einer
Pendeltür zwischen zwei Abteilen, dem Ausgang und dem Klo. Die
Rucksäcke lehnen unter dem Fenster, wir lehnen auf dem schmalen
Gangstreifen, der uns noch bleibt. Na ja, es sind ja nur lächerliche
neun oder zehn Stunden bis nach Rom, wir werden uns schon durchbeißen.
Und außerdem sind wir ja sowieso erst seit knapp 14 Stunden unterwegs.
... Samstag,
29.3.1986
Tag 2
Ein Haufen Typen und
Typinnen sind zugestiegen, die sich zwischen unseren doch so bequemen
Plätzen häuslich niederlassen. So sind sie halt, die Italiener:
sie quetschen ihre Koffer in den ohnehin überfüllten Gang,
stellen auf den in Quadratzentimetern zu bemessenden Platz
Campingstühle auf und weiden sich an unseren vor Erschöpfung fast
zusammenbrechenden Gestalten! Momentan bin ich ihnen nicht besonders
zugetan, diesen unhöflichen, egoistischen Ausländern...
Wenn ich mich umdrehen will, um meiner Jammergestalt eine andere
Richtung zu geben, muss ich erst den einen Fuß heben, um den
freiwerdenden Platz mit dem anderen zu besetzen. Dann eine gekonnte
Drehung, und... ich stehe genauso qualvoll ungemütlich da wie vorher,
nur eben andersrum.
Dora gibt schon eine ganz andere Figur ab, wenn auch keine bessere:
sie klemmt hinter der Pendeltür zwischen den beiden Abteilen
und dem Außenfenster, und jeder Idiot, der aufs Klo muss, stößt
natürlich die Tür in Richtung Dora auf! Die einzige Genugtuung, die
wir in diesen (überaus häufigen) Momenten haben, ist die, dass die
ganze Campingstuhlgesellschaft jedes Mal ihren ganzen Kram
zusammenklappen muss, wenn einer aufs Klo geht oder von dort zurück
kommt! Wobei beim Zurückkehren Dora natürlich auch wieder mit der
Pendeltür ziemlich bequetscht wird...
....

Hufi
vor Kolosseum

Ostersonntag, 30.3.1986
Tag 3

Mein Umwechslungsschein; im rechten Teil meine ganz privaten
Daten...

Ein Teil Catanias auf einer Postkarte


Irgendwo untwegs auf einer Landstraße;
den wichtigen Proviantbeutel am Gürtel

Erstes echtes Urlaubsfrühstück!

Die Insel der zwei Meere; die Lage aus
dem All! 

Kaktusfeigenjagd zwischen uralten Getreidesilos

Am Ende: eine Agave hat nicht mehr die Kraft, ihren riesegen
Blütenstand zu halten...

Naschereien pflücken und dabei den Stacheln ausweichen...

Die obere Hälfte einer kleineren Agavenblüte, ein etwa 3
Meterstückchen...


Ich schaffe diesen Überfluss nicht an einem Stück; aber eine
halbe Stunde später,
vor dem Zelt: 'Siehste! Doch noch weggeputzt!!
Mittwoch,
2.4.1986
Tag 6

knalleheiß, staubig und leicht beschwipst...

Unser lieber Weinlasterfahrer, leider nicht zu erkennen...
Rechts die Abzweigung nach Agrigento


Mein Baum, Baum aller Bäume!
Kurz nach dem Aufwachen...

Uralter Baum mit taufrischem Mädel

Junotempel aus meiner Sicht

Andere Sicht, etwas früher, und gemalt...
Sonntag,
6.4.1986
Tag 10
Dienstag,
8.4.1986
Tag 12
Morgens um sechs







Kapuzinerkloster in der Via Pindemonte, durch Zufall entdeckt


Das Innere des Klosters;
Postkarte, weil das Kloster gerade zufällig geschlossen war...
Der Anblick soll sowieso nur für nervenstarke Besucher
geeignet sein!

Eine der typischen Gassen,
knapp neben den mondänen Hauptstraßen,
wo wir uns von dem Schreck erholen...
Donnerstag,
10.4.1986
Tag 14

Kleine Pause auf dem "Monolith" über Cefalú

Der Tempel der Diana (Prospekt)

Freitag,
11.4.1986
Tag 15


Der Kleine Hafen



Samstag,
12.4.1986
Tag 16
Ciao, bella Sicilia…