(Leseprobe, Karten und Bilder)

Mit Freundin Dora und dem Flieger nach Kreta;
dort mit Rucksack und Zelt unterwegs.
Und auch mit dem Bus...
Das erste Mal in meinem Leben sollte ich fliegen! Ich war ganz schön aufgeregt…
Kurzes Vorwort:
Auf
Kreta waren zu dieser Zeit Rucksacktouristen nicht erwünscht! Es gab
schlichtweg kein Flugticket, ohne dass man gleichzeitig eine Unterkunft
buchen musste! Wir entschieden uns deshalb für einen billigen Zeltplatz
in Heraklion; allerdings gedachten wir nicht, diesen jemals
aufzusuchen... Aber bezahlen mussten wir ihn trotzdem im voraus.
Diese Einstellung der Kreter ist wohl auf die 70er Jahre
zurückzuführen: Heerscharen von Hippies zogen aus nach Kreta, um sich
dort in uralten Höhlen in der Nähe der Strände niederzulassen und ein
freies, beschauliches Leben zu führen...
......
Um etwa 21 Uhr 30 bleibt uns nichts anderes, als unsere Schlafsäcke
zwischen Ufer und ehemaligem Zeltplatz einfach in den Sand zu werfen
und auf besseres Licht am Morgen zu warten.
Die
Nacht ist sehr kalt und feucht; auch windet es mächtig, so dass wir
kein Auge zumachen. Zudem muss sich Dora fast die ganze Nacht über
immer wieder übergeben, obwohl es kaum noch etwas gibt, das sie
ausspucken kann… Erst kurz vor der Morgendämmerung hört es auf, und sie
findet etwas Ruhe.
Ich selbst finde auch kaum Schlaf, aber das bin ich ja schon gewohnt...
Vielleicht sollte ich mal intensiver nach ihm suchen?
.....
Auf dem Rückweg zum Zelt, nach 18 Uhr, wird der Wind immer stärker, und
als wir ankommen, ist er schon fast sturmartig. Ein Glück, dass ich
noch etwas gefuttert habe, denn bei dieser Witterung wäre an Kochen
nicht zu denken!
In der saukalten Nacht machen wir kein Auge zu, weil wir um unser Zelt
bangen! Es kracht draußen, als ob der Sturm Bäume knicken würde, und
wir sitzen uns gegenüber an den Zeltwänden und versuchen, mit
ausgestreckten Armen das Zelt vor dem Abheben oder zumindest vor dem
Einstürzen zu bewahren!
Der Sturm wird immer stärker, und gegen sieben Uhr morgens haben wir keine Chance mehr:
Das Zelt reißt an einer Stelle auf, und kurz danach bricht die hintere Zeltstange!
.....
Ostersonntag, 19.4.87 Tag 1
Um 14 Uhr 10 startete der Flieger, ein supertolles Gefühl war das für mich!

Über den Alpen

Postkarte von Heraklion

Unser erstes Busticket
Achte auf das Datum!

Nachtlager vor einem ehemaligen Zeltplatz

Vorbereitung auf diesen zweiten Tag!

Zweites Busticket: eine Zeitreise?
Dienstag, 21.4. 1987 Tag 3

In der Mitte zwischen den Bäumen liegt der Zeltplatz;
meine Tour ging rechts des Felsens entlang

Nachbildung einer Amphore, 10 cm hoch;
links oben die Sicherheitsplombe

...hier steht unser Zelt noch...
Mittwoch, 22.4.1987, Tag 4

.....Taxi nach Gortys,Gortys
ist eine der wichtigsten Städte des Altertums aus dem
vorgeschichtlichen Kreta. Obwohl ihre Geschichte bis auf die minoische
Periode zurückgeht, gibt es einen besonders wichtigen Zeitraum, der auf
die Besetzung Kretas durch die Dorer (1100 v.Chr.) folgte. Später,
während der römischen Besetzung (68 v. Chr.), war Gortys mit 300.000
Einwohnern die größte Stadt Kretas. Die Stadt wurde 828 n. Chr. von den
Arabern zerstört.
Bekannt ist die Ausgrabungsstätte von Gortys für
die „Große Inschrift“, den bislang ältesten aufgefundenen Gesetzescodex
Europas. eine weitere Ausgrabungsstätte..... .....die Gesetzestafeln. Hinter dem römischen Theater kann man die so genannte "Königin der Inschriften" sehen.
Diese Inschriften sind die Gesetze der Stadt Gortys (6. - 5.
Jahrhundert v.Chr.) und bilden die Basis der modernen griechischen
Gesetzgebung. Die Gesetze sind in dem dorischen Dialekt in große
Steinblöcke gemeißelt und deutlich sichtbar.
Donnerstag, 23.4.1987, Tag 5

Dora bei der Zeltreparatur
Samstag, 25.4.1987 Tag 7

Unsere Chauffeure; links unser Gepäck


Hoppsala!
Hoch in die 'weißen Berge' geht es zweimal täglich;
mit dem Boot am Schluchtausgang immerhin viermal wieder zurück in belebtes Festland;
verpasst du den Bus um 18 Uhr 15 nach Chania,
kannst du immerhin den am nächsten Morgen um 7 Uhr nehmen...


Sonntag, 26.4.1987 Tag 8

Hier gehts raus aus unserem Schlafsaal!

Dora beim Aufbruch nach unten in die Samaria-Schlucht

Der ehemalige Ort Samaria

Der untere Eingang zur Schlucht
Montag, 27.4.1987 Tag 9
Dienstag, 28.4.1987 Tag 10

Postkarte der Markthalle in Chania

Mein Messer komplett: 34 Zentimeter,
also 5 cm länger als als ein Blatt Kopierpapier!

Inhalt des Messers: Ausgepackt:
Klingenlänge 15 cm, Breite drei cm. Über dem Griff ein Kompass. Im
Griff: Nylon-Angelschnur mit mehreren Haken und kugeligen
Bleigewichten, Bandsäge mit zwei Griffringen, starker Zwirn mit Nadeln,
wasserfeste Streichhölzer mit ebenso wasserfester Anreibe, aus der
Außentasche ein Schleifstein.
Von
diesem Inhalt hatte ich bisher nur die Säge gebraucht - mit großem
Erfolg! Die Klinge sieht nicht nicht mehr top aus, was von der
Benutzung in den letzten Jahren stammt. Leider musste ich ihre Spitze
hier beim Messerschleifer um gut drei Millimeter kürzen lassen.

Zwei Postkarten des Hafens von Chania

Mittwoch, 29.4.1987 Tag 11

Eintrittskarte für das kleine Museum in Rethymnon

Metzgerei

Schade, dass ich mich nicht getraut hatte,
um ein Ganzfoto des Mannes in der Tracht zu bitten...

Durst stillen an einem uralten Brunnen
Freitag, 1.5.1987 Tag 13


Originalgröße des geklauten Steines

(Prospekt)
Dieser Brunnen wird noch ein Treffpunkt der besonderen Art werden!
Samstag, 2.5.1986. Tag 14

Marktstraße
Sonntag, 3.5.1986. Tag 15 und letzter!

Eintrittskarte Museum Heraklion

Hufi, Alois, die Solingerin

Samenstand eine herrlichen Baumes

Hier bin ich beim Schlendern zum Rückflieger erwischt worden
Gegen drei Uhr morgens, am Montag, den 4. Mai 1987, ist dieser Urlaub endgültig vorbei:
Wir sind wieder zu Hause in Ludwigshafen!