(Leseprobe, Karten und Fotos)
.....
21 Uhr 10: So langsam hab ich die Schnauze voll vom Fahren. Ich halte
ja schon seit der Grenze die Augen auf, um ein Plätzchen zur
Übernachtung zu finden. Aber alles war mir bisher nicht gut genug; ich
vertraue auf meinen Instinkt, jedes Mal, wenn ich ein annehmbares
Fleckchen entdecke, treibt er mich ein Stück weiter: Es muss doch
bestimmt noch etwas Besseres geben! Ich wollte eigentlich schon in
Stresa am Lago Maggiore halten, es war mir aber zu schick dort. Zwei
Kaffs weiter, ich weiß nicht mehr, wie es hieß, sehe ich eine Pizzeria
an einer Ecke. Die Verlockung ist fast übergroß; aber ich gebe doch
zuerst meinem Spürsinn nach, hinterher soll der Magen zu seinem Recht
kommen. Also: ich fahre einfach in Richtung See, kreuz und quer durch
verwinkelte Straßen und Gassen und Gässchen und stehe plötzlich direkt
in einer einsamen, tollen Parkbucht direkt am See! In der Dämmerung
kann ich erkennen, dass es so was wie ein Badestrand sein muss. Na
also, wer sagts denn… Hat mal wieder funktioniert!
.....
Ich
sitze auf Deck - bugwärts gerichtet - und bin einfach unheimlich
gespannt. Der Sonnenaufgang ist nicht einer der schlechtesten, ich
lasse mir den frischen Seewind und den Eindruck des Unwirklichen, des
Ungewissen, des Angespannten, schlicht: des Abenteuers durch die langen
Haare und die empfangsbereite Seele wehen.
.....
Hey, du kleine Insel! Ich bin da! Was werden wir wohl erleben? Es muss
was zu erleben geben, sonst ist ja der ganze Urlaub für die Katz!
Schließlich bin ich kein Strandbadetuchlieger, der sich kaum um die
Umgebung schert – auch wenn sie aus Wein, Weib und Gesang und Sonne und
Sandstrand bestehen würde!
Nö. Dort, wo ich hingehe,
muss was los sein: nicht in Discos oder am Fetenstrand, sondern in der
Natur und in meinem Innersten; und zwar eher das Abenteuer der ruhigen
Art: intensiv, balsamig, gewiss auch aufregend, erregend; aber still
und leise rieselnd, unverletzend. Genesend. Erfrischend. Aufbauend.
Neues entdeckend, neue, frische Gefühle erfahrend. Baumelzeit für die
Seele…
.....
...bevor ich fußvorwärts in die Brandung sprang.
Da mein geringes Körpergewicht mich nicht weit nach unten zog, aber
genau aus diesem Grunde die Brandung meinen Körper ziemlich weit in die
Bucht hinein drückte, hatte ich noch Gelegenheit, diese Einschätzung zu
wiederholen: Mann, was bist du für ein Depp, Mann!
Im ersten Moment, als ich wieder nach Luft schnappen konnte, hatte ich
noch den Eindruck, dass das alles doch bisher ziemlich okay war:
Immerhin bin ich gut zwei Meter runtergesprungen und nicht an
irgendwelche Felsen geknallt – jedenfalls noch nicht! Denn das Wasser,
zumal es so gepeitscht wird in einer solche Engstelle, hat da irgendwie
ganz andere Gesetze: 'Lass keinen raus, der mal da drinne ist!' - So
scheint es mir jedenfalls, denn ich komme keinen halben Meter voran,
geschweige denn vom Felsen weg, an den ich wohl genagelt werden soll.
Die ersten unsanften Kontakte spüre ich schon…
Ich muss unbedingt vom Felsen weg, sonst könnte es mir ganz schnell recht übel ergehen – bloß, wie?
.....
Dienstag, 28.08.1990 - Tag 1

18 Uhr 10: Rast am Grimsel. Graue, kahle Felsenlandschaft. Trotz des milchig-weißen Lichtes und Wetters sind die drei übereinander liegenden Stauseen recht imposant.


Melna: hier rechts die Dusche!

Der Strand

Genua

Hinter Genua

Pisa!
Mann, ist der schepp, Mann!
Da
ich in dieser kurzen Zeit doch einige Bilder mehr gemacht habe als
geplant, sind diese hier als Vorschaubilder eingebunden: einfach mit
der Maus drüberfahren!
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Kathedrale mit Turm ![]()

nochmal Kathedrale mit Turm
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Die Kathedrale alleine ![]()

Kuppel der Kathedrale ![]()

Bißchen Kathedrale mit bißchen Turm
19 Uhr 05: Ankunft in

Donnerstag, 30.08.90 - Tag 3

Abfahrtshafen Piombino
Eine Karte von der Ankunft auf Elba bis hin zu meinem Zeltplatz, und auch mit den ganzen Fußwegen,

Ankunft Portoferraio
Dann hab ich also den Weg nach Capoliveri gesucht und gefunden, und mich dort in dem Campingörtchen Morcone zeltlich niedergelassen. Außer auf der Karte, die Ihr hoffentlich noch geöffnet habt, könnt Ihr es hier aus der Luft sehen:


Der Campingplatz (Postkarte)

Capoliveri
liegt auf einer terrassenförmigen Anhöhe 127 m über dem Meeresspiegel
mit einem herrlichen Blick auf den Golfo di Stella nach Südwesten und
den Golfo di Porto Azzurro nach Osten.
Das antike Caput Liberum wurde von den Römern gegründet.

Ich nähere mich "Punta Nera"
irgendwo unterwegs...


Ostküste; im Hintergrund ganz schwach: Porto Azzuro

Lago di Terra Nera

verbranntes Land

Mein Plätzchen im Tageslicht

Abendstimmung
Freitag, 31.8. 1990 - Tag 4

Der Strand vor dem Campingplatz (Postkarte)

Portoferraio
weitere Bilder aus Portoferraio:

Forte Volterraio (Prospekt)

Cavo (Postkarte)
Samstag, 1.9. 1990 - Tag 5

Portoferraio: Links der Neue und der Alte Hafen (Prospekt)

Forte Falcone (Prospektbild)
Portoferraio: Der neue Hafen

Porto Vecchio (alter Hafen: Prospektbild)

Gemälde
von Jaques-Louis
David Napoleons
Totenmaske

Siehst du da irgendwo einen Weg?
Da war auch keiner! Und trotzdem musste ich da unbedingt entlang kraxeln...

Gleich hinter dieser Biegung liegt diese Teufelsbucht, mit der gleichen Brandung...

Mein Rundweg, der rechts unten begann...

Auf dem Weg nach Westen

Marina
di Campo (Postkarte)
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Kurz vor Fetovaia ![]()

noch kürzer vor Fetovaia
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Kurz hinter Fetovaia
Kurz hinter Seccheto
habe ich einen Traumstrand entdeckt, die jeder Beschreibung widersteht
– und ich konnte diesem Strand nicht widerstehen! Das Foto spricht wohl
für sich...


bei Cavoli
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Marciana Marina ![]()

Golfo di Procchio
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Golfo di Procchio ![]()

Links: Capo d'Enfola. rechts: Golfo della Biodola

Diese Aufnahme entstand als Nachtrag zur Erzählung im März 2009

An meiner meistgefahrenen Wegstrecke

bei Marina di Campo

Ein Buschbrand


eine kleine Abendstimmung aus der Nähe meines Zeltplatzes
Dienstag, 4.9.1990 - Tag 8

So sieht es hier überall aus: Aberhunderte von Treppchen, ebenso viele Gässchen,
alles eng ohne Ende - aber ein Flair, der seinesgleichen sucht...

Innamorata, die Bucht der Verliebten

Die Zwillings-Inseln von vorne

Blick vom Monte Palazzo

Die Zwillingsinseln von der anderen Seite


Keine Chance auf einen Abstieg da hinunter bei Calone...

Punta Nera, von dem Mineral-Abbaugebiet gesehen, in dem ich mich illegal befand.
Das Häuschen unten ist wohl das "Bürogebäude" der Mine.

Die Aussicht abends bei der Rückkehr dieses Ausfluges
Mittwoch, 5.9.1990 - Tag 9

Meine Behausung
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Hier gehts gleich rein! ![]()

Portoferraio schwindet... ![]()

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Elba schwindet...
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Übernachtungsplätzchen

Freitag, 7.9.1990 - Tag 11
Heimreise