(Rückumschlag)

Bei Beginn der Dämmerung schoben wir schließlich das Lagerfeuer an und bekamen die ganze Grausamkeit der Wildnis zu spüren, die vornehmlich in der Nähe von stehenden Gewässern gnadenlos zuschlägt: Schnaken!!! In Horden!!!

Unsere Würstchen an den Holzstäben konnten wir nur grillen, indem wir uns in voller Mopedmontur ans Feuer hockten: Helme auf, Halstücher bis über die Nase, Handschuhe an. Und trotzdem erwischten uns die Biester: im Helm, am Hals, durch die Jeans, an kurzfristig freien Stellen zwischen Jackenärmel und Handschuhen, durch die Socken an den Knöcheln...

Irgendwann wollten wir ins Zelt, um unsere Ruhe zu finden - dort wartete der schlichte Horror auf uns: Armeen von ängstlichen Blutsaugern, die sich nicht in die Nähe der Rauchschwaden des Lagerfeuers getraut hatten, lauerten an den Zeltwänden und stürzten sich jetzt furcht- und gnadenlos und völlig ausgehungert auf uns!

Einer heulte haltlos: „Mama, ich kann nicht mehr! Ich will hier weg!“
Und die anderen stimmten kläglich ein...

   ......

 (Auszug eines Erlebnisses von 1970)

Es ist nicht zu übersehen, dass in diesen Worten eine gewisse Dramatik steckt!

Die für dieses Buch ausgewählten Reiseabenteuer erzählen aber nicht nur dramatische Ereignisse, sondern vor allem  die Schönheit der Landschaften und Orte, die Abenteuerlust und - trotz mancher Widrigkeiten – die Zufriedenheit des Autors während dieser Urlaube, die durch besonders auffällige Situationen und Missgeschicke aus dem üblichen Rahmen fallen.

Die sehr lockere, aber auch sehr intensive Erzählweise lässt den Leser teilhaben, als ob er an der Seite des Abenteurers „miterleben“ würde!



(Einführungstext Seite 5)

Eine kleine Einstimmung auf meine ausgewählten Abenteuer:

Reise 1

... jammerten wie Kleinkinder, schlugen planlos um uns - in die eigenen Gesichter, Arme und Beine, aber auch gegenseitig! - und bei jedem Schlag entstanden einige Blutflecken ...

Reise 2

… merkten wir, dass es durch unser selbst gebasteltes Naturdach nieselte: leichter Schneeregen hatte eingesetzt! Auch das noch ...

Reise 3

… wie hässlich und eklig es ist, aus dem Bett in total nasse und kalte Klamotten zu steigen? Nur noch eine trockene Unterhose und ein T-Shirt waren da, die aber waren auch schon nach kurzer Zeit nass. Nie war ich einem Mord so nahe wie an diesem Morgen! ...

Reise 4

… Ich liege Probe auf der Bank und daneben auf dem Boden: Die Entscheidung fällt nicht schwer, denn der Boden ist mit herrlich weichem, duftenden Gras bedeckt, das auch noch trocken ist! Herz, was willst du mehr? Wieder eine tolle Schlafstatt! ...

Reise 5

… Auch ein kleines Frühstück, das wir uns aus unserem Proviant gönnen, macht uns nicht viel wacher. Aber es hat keinen Sinn, hier noch länger zu verweilen, der Wind pfeift immer noch infernalisch; also machen wir uns auf den Marsch, wieder vom Meer weg….

Reise 6

… Der Sturm wird immer stärker, und gegen sieben Uhr morgens haben wir keine Chance mehr: Das Zelt reißt an einer Stelle auf, und kurz danach bricht die hintere Zeltstange! …

Reise 7

… Der Sonnenaufgang ist nicht einer der schlechtesten; ich lasse mir den frischen Seewind und den Eindruck des Unwirklichen, des Ungewissen, des Angespannten, schlicht: des Abenteuers durch die langen Haare und die empfangsbereite Seele wehen. …

Reise 8

… Völlig fertig kam ich um 19 Uhr im Tropica an. Fast unfähig, vom Motorrad zu steigen, beherrschte mich nur noch ein Gedanke: raus aus den nassen Klamotten und ab ins Warme! …

Reise 9

… rechtzeitig vor der Flut durchqueren wir wieder die Grotte zu unserem Steinstrand zurück, wo unsere Moppeds oben auf uns warteten; etwas später wäre das wohl nicht mehr möglich gewesen, da dann die Höhle unter Wasser gestanden hätte. …

Reise 10

… Aus dem Jeep, den ich natürlich nicht abgedeckt hatte, floss das Wasser aus dem Fußraum aus der Türs, als ich sie öffnete. Erstaunlicherweise hatten Radio und Boxen den Wassermassen getrotzt und funktionierten einwandfrei! Seltsam, aber erfreulich. …

Impressum

(c) 2011 by Norbert Hufler

Vertrieb: Eigenverlag

Satz und Gestaltung: Norbert Hufler

Buchbestellung: http://reise.donnerhuf.de/

   Natürlich auch  per Telefon oder Post!

Einleitung (Seite 7)

Reiseberichte und Erlebniserzählungen über Reisen in ferne Länder gibt es viele; deswegen schreibe ich auch kein Buch darüber, jedenfalls keines im üblichen Sinn!

Ich beschreibe hier einen Teil meiner Abenteuer, die auf ganz bestimmte Weise eine Prägung besitzen:

Jeder dieser Abenteuerberichte enthält zumindest eine außer-gewöhnliche Begebung, die wohl nicht jedem Urlauber zuteil wird; bei mir sind manche Dinge aber zu einem gewissen ‚Standard’ geworden!

Schon in jungen Jahren, bei den ersten Ausflügen übers Wochenende, stellten sich ‚Pleiten, Pech und Pannen’ ein, die sich in meinen Beschreibungen oft lustig anhören: eine von mir so gewollte Art des Erzählens, obwohl diese Erlebnisse zur Tatzeit ganz sicher nicht lustig waren...

Ich will hier keine Dramen schildern, sondern tatsächliche, wirklich wunderbare Erlebnisse, die aber halt jeweils mindestens einen kleinen Haken aufwiesen...

Meine Reiseerinnerungen, die ich von Anfang an in Notizblöcken festhielt, sind authentisch, absolut den persönlichen und geografischen Verhältnissen entsprechend und  in einem Schreibstil verfasst, der sich völlig von dem dieses Vorwortes abhebt:

Oft wird gesagt, dass es eine Art des Schreibens sei, die zwar sehr jovial  und ‚flapsig’ ist, aber gerade deswegen sehr lesens- und liebenswert. (Dieser Meinung muss ich mich  ohne jede Einschränkung anschließen…)

Allen bisherigen Lesern (als diese Seiten noch auf meiner Homepage zur Verfügung standen) ist  eines gemeinsam:
Sie behaupten steif und fest, dass sie ganz locker meine Erlebnisse und Empfindungen nachvollziehen und sogar regelrecht miterleben können! Detaillierte Informationen zu den besuchten Orten würden meine Abenteuer abrunden.

Eine Besonderheit dieses Buches besteht darin, dass alle Bilder und Reisekarten auf meiner Homepage zur Unterstützung meiner Erlebnisse stehen! Die Adressen sind bei den jeweiligen Abenteuern angegeben.

Für jene ohne Internetzugang stellt dies aber keinen Nachteil dar: Meine Schil­derungen lassen sich auch nur in geistigen Bildern sehr gut miterleben!

 

Viel Spaß wünscht

                                     Norbert Hufler

INHALTSVERZEICHNIS

Waldsee 1970 ..................................................      7

Schwäbisch Gmünd 1970 ..............................    13

Imola 1975 ......................................................    21

Berlin 1985 ......................................................    31

Sizilien 1986 ....................................................    60

Kreta 1987 .......................................................  132

Elba 1990 ........................................................  157

Korsika 1992 ...................................................  191

Gran Canaria 1992 ..........................................  232

Pilsensee 1994 .................................................  263


Noch einmal die besondere Anmerkung, dass es in meinem Buch keine Bilder gibt! Diese sind ausschließlich auf meiner Homepage zu sehen, inkl. Karten der Reiserouten: Schauen Sie hier: