(Leseprobe)
Zündapp-Roller mit Fußschaltung und undefinierbarer Farbe von Hufi, dem Autor dieser Geschichte
Zeit: Samstag, recht früh.
Ende Juni 1970
Glückauf!
So lautete unser Motto, einer kleinen Gruppe kleiner Jungs mit ihren kleinen Mopeds.
Knapp über 16 Jahre alt waren wir Abenteurer, alle ausgestattet mit Zweirädern unterschiedlichster Art und Alters.
Hier (die beiden einzigen!) Fotos dieses Abenteuers, die einige von uns
zeigen, nachdem wir diesen Ausflug halbwegs überstanden hatten (die
Dramen werden anschließend geschildert):
Hufi (links) hält sich jubelnd ein paar übrig gebliebene
Landjäger über den Kopf: sein Frühstück ist gesichert! - ...und zweie
scheinen deswegen verzweifelt zu sein...

Aber bereits auf der halben Strecke - also nach rund 10,5 Kilometern -
erwischte einen von uns ein klägliches Schicksal: kein Benzin
mehr! Der Depp, den ich nicht nennen will, hatte vergessen, vorher zu
tanken!
(Hier begann, so denke ich, eine Serie von Zwischenfällen, die
fortan meine Reisen in die ferne Welt prägen sollten: nie
langweilig, weil Unvorhergesehenes stets dann eintritt, wenn man es
nicht vorhersehen kann...)
Nachsatz:
Noch
heute, im Jahr 2010 - (40 Jahre später!), wo ich die Geschichte aus meinen Notizen
niederschreibe, gerate ich in Panik, wenn ich das arglistige, hässliche
Summen nur einer einzigen Schnake höre...
Viele Menschen,
die eine Safari in tropische Gebiete unternommen haben, können wohl
meine Beschreibung nachvollziehen. Aber neun Direktkilometer von der eigenen
Wohnung entfernt mutet sich das
alles irgendwie komisch an - und ist doch nichts anderes als grausame Wahrheit...
